Mirek, ein tschechischer Hobbyfotograf und Betreuer hier im Angelcamp, gab mir einen Tipp für ein interessantes Fotomotiv. In einer Bucht in der Nähe eines Leuchtturms hat ein Adler seinen Horst und holt die Fische aus dem Wasser, wenn man welche hinein wirft. Er kommt bis auf 20 Meter an ein Boot heran. Mirek zeigte mir noch auf der Seekarte die genaue Stelle. Da lassen sich selbst gute Fotos mit einer Handy-Kamera machen, meinte er.
Wir planten also einen kleinen Angeltörn, um kleine Seelachse zu fangen, die wir später für den Adler ins Wasser werfen wollten. Das gelang uns nur mittelprächtig. Wir hatten zwölf Makrelen gefangen und drei kleine Seelachse. Die Makrele lässt sich nicht fürs Ködern eines Adlers verwenden. Durch die fehlende Schwimmblase geht die Makrele sofort unter und treibt nicht für eine kurze Weile an der Oberfläche.
Ausfahrt, meine Angel mit neuen Gummi-Köder im Vordergrund.
Norwegen und der Fjord zeigten sich von seiner besten Wetterseite.
Terråk (578 Einwohner) bei Sonnenschein.
Ein Versorgungsschiff passiert Terråk.
Hohe Wolken und Sonnenschein über dem Fjord.
Also mit drei Fischködern bewaffnet fuhren wir in die Bucht. Wir waren uns sicher, dass der Adler uns beobachtete. Wir warfen einen kleinen Seelachs ins Wasser und hofften, der Adler würde kommen.
Stattdessen kam eine Möwe und schnappte sich diesen kleinen Fisch. Das sah aber auch der Adler, der daraufhin die Möwe verfolgte und aus seinem Revier trieb. Dann kam er zurück und wir warfen den größeren Seelachs ins Wasser...
Der Adler im Anflug ...
Er drehte ein, und nahm den an der Oberfläche schwimmenden Seelachs ins Visier.
Adler im Angriff.
Kurz vor dem Griff.
Der Adler greift den Seelachs.
Er hat den Seelachs ...
... und fliegt davon.
Der Adler bringt seine Beute ans Ufer.
In diesem Bild sieht man noch einmal seine gewaltige Flügelspannweite.
Am Ufer fraß er den Seelachs und ...
setzte sich auf einen nahe gelegenen Baum, wo er jetzt von der Möwe laut schreiend attackiert wurde. Der Adler blieb unbeeindruckt sitzen.
Diese obige Fotoserie ist nicht perfekt scharf, aber dennoch brauchbar. Wir wollten eigentlich mit weiteren Seelachsen die „Fütterung“ fortsetzen und weitere Serien aufnehmen. Aber mangels Ködern mussten wir hier erst einmal abbrechen. Auch in der nächsten Stunde versuchten wir weiteren Seelachs zu fangen, was uns leider nicht mehr gelang. So fuhren wir schließlich ins Camp und verschenkten zwei gefangene Dorsche und vier Pollacks an andere Angelfreunde.
Dietmar und Wolli am Wasserfall.
Ein letzter Versuch, um kleine Seelachse zu fangen. Währenddessen überflog uns ein Adler.
Ein Graureiher am Ufer.
Auf der Heimfahrt sahen wir andere Angler, die noch ihre Kiste voll bekommen möchten.
Auch die beiden hatten ihre Kisten noch nicht voll.
Wir schon und konnten somit die Landschaft ungestört genießen.
Im Camp verschenkten wir zwei Dorsche und vier Pollacks.
Die Makrelen behielten wir für uns. Es ist ziemlich schwierig solche großen Makrelen in Deutschland zu kaufen.
Dietmar verpackt, Wolli assistiert, ich fotografiere ;-)
Am Abend gab es den am Vortag gefangenen Pollack.
Beim Bier quatschten wir noch bis Mitternacht, bevor wir uns in unseren Betten verkrochen.